Herzlichen Glückwunsch, lieber Euro. Halte durch!

Der Euro müsste heute eigentlich einen Kater haben. Wenn er seinen ersten runden Geburtstag gestern ordentlich gefeiert hätte. Hat er aber nicht. Dem Jubilar fehlten nämlich die Partygäste. Niemand wollte ihn hochleben lassen und auf ihn anstoßen. Armer Euro. Statt aus gutem Grund einen Tag lang angeschlagen zu sein, schwächelt er das ganze Jahr über.

 

Wie soll man auch triumphieren, wenn einem permanent nachgesagt wird, man stecke in der Krise? “Wir haben keine Eurokrise, sondern einige EU-Länder haben ‘lediglich’ eine Schuldenkrise. Dem Euro geht es gut. Wir haben eine starke Währung.” So oder so ähnlich versuchen Euro-Sympathisanten die Wogen zu glätten.

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“Triple A” in Gefahr – Euroländern sitzt US-Ratingagentur im Nacken

Deutschlands Top-Bonitätsnote AAA ist in Gefahr. Donnerstag und Freitag findet der nächste EU-Gipfel statt. In Brüssel treffen sich die Chefs der 27 EU-Mitgliedsstaaten und ihrer Regierungen, um darüber zu diskutieren, wie sich der Euro als Gemeinschaftswährung stabilisieren lässt. Zehn Ländervertreter werden sich vermutlich zurücklehnen und froh sein, (noch) ihre eigene Währung zu haben. Aber nicht nur diskutieren wollen die Teilnehmer, sondern Entscheidungen treffen. Dieses Mal muss das Treffen in Ergebnissen “gipfeln”. Denn 15 der 17 Euro-Staaten sitzt die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) im Nacken. Die hat gestern mit einer Herabstufung der Bonität gedroht. Jetzt bangen Deutschland, Österreich, Frankreich, Niederlande, Luxemburg und Finnland um ihre Topnote AAA. Innerhalb der nächsten drei Monate wird die Agentur die Kreditwürdigkeit der Länder intensiv prüfen und dann entscheiden, ob sie ihre Drohung tatsächlich wahr macht. // Diesen Beitrag weiterlesen

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Es ist wieder Zeit für große Wünsche! Aber wie bezahlen?

Weihnachtszeit, GeschenkezeitDer 1. Dezember! Jetzt beginnt der offizielle Countdown bis Weihnachten. Und mit jedem weiteren Türchen, das wir am Adventskalender öffnen, bleibt uns weniger Zeit, Geschenke zu besorgen. Dabei wollen doch wieder viele kleine und große Wünsche erfüllt werden. Wie das realisiert wird? Im Zweifel muss der eigene Gürtel Richtung Weihnachten etwas enger geschnallt werden. Und zum Glück ist da ja auch noch das Weihnachtsgeld. Manchmal jedenfalls… // Diesen Beitrag weiterlesen

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Heimatland Jesu auf Innovationskurs

Wer Galiläa, Nazaret oder Jerusalem hört, denkt als erstes an Jesus. An Erzählungen aus der Bibel, denen ein Großteil der Menschen heute wenig abgewinnen kann. Und mit dem Land Israel an sich verbinden wir den Nahostkonflikt, das scheinbar ewige Gerangel um den Gazastreifen und das Westjordanland oder das erstaunlich starke Bündnis mit den USA. Aber wussten Sie, dass Israel eines der fortschrittlichsten Länder der Welt ist? Dass dort die meisten Startup-Unternehmen gegründet werden? Viele globale Konzerne, auch Google, betreiben ein Forschungszentrum in der Küstenstadt Tel Aviv. Insbesondere für die IT-, Medien- und Kommunikationsbranche ist Israel zu einem zentralen Wirtschaftsstandort geworden. // Diesen Beitrag weiterlesen

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China geht auf Shoppingtour!

Chinas Macht wächst!Während viele EU-Staaten kränkeln und ihre Schuldenkrise überwinden müssen, füllt ein Land seine Einkaufstaschen: China. Im vergangenen Jahr ging Volvo an einen chinesischen Konzern und die Volksrepublik fährt weiter ihre Fühler aus. In Deutschland und ganz Europa. Chinas Macht wächst und wächst.

 

Ob das nun positiv oder negativ zu bewerten ist, darum ging es gestern Abend auch bei Maybrit Illner im ZDF. Die einen warnen vor großen Gefahren je mächtiger das bevölkerungsreichste Land der Erde wird und je mehr es in den Euro investiert. Die anderen sehen darin enorme Chancen. China verfügt über rund drei Billionen Dollar Devisenreserven. Warum nicht einen Teil in Europa anlegen? Vielleicht ist das Land sogar der Retter in der Not?! Eine enge Kooperation von China, den USA, Deutschland und weiteren Industrieländern kann sicher nicht schaden.

 

Aber Knackpunkt der Diskussion ist folgender: Ist es wünschenswert, dass ein Staat, in dem Meinungsfreiheit ein Fremdwort ist, Zensur und Unterdrückung dafür teilweise auf der Tagesordnung stehen, ein größeres Mitspracherecht bei uns bekommt und an Einfluss gewinnt?

Inzwischen melden sich sogar diejenigen zu Wort, die die Demokratie infrage stellen und der Meinung sind, demokratische Strukturen würden Wirtschaft und Wohlstand schwächen. Die Chinesen haben schließlich keine Probleme in dieser Hinsicht. Ihre Wirtschaft boomt.

 

Wo China allerdings nach wie vor ein schlechtes Image hat, ist das Thema Klimaschutz. Die weltweite Emission von  Treibhausgasen hat 2010 ein Rekordniveau erreicht. Und China hat einen erheblichen Teil dazu beigetragen. Beim Welt-Klimagipfel in Durban in Südafrika vom 28. November bis 09. Dezember 2011 soll endlich ein Nachfolgemodell für das 2012 auslaufende Kyoto-Abkommen gefunden werden. Mal sehen, was China hier an Ideen vorbringen wird, und ob auch in Nachhaltigkeitspläne investiert wurde. Denn wer beim Profit ganz vorne dabei sein will, der muss sich auch für People und Planet engagieren. Diese drei “P” gehören zweifelsohne zusammen. Das müssen einige aber erst noch lernen…

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Stufenweise geht’s bergab. Auch für die Deutsche Bank. Und europäische Staaten und Banken können sich im Ernstfall kaum aufeinander verlassen.

Wie schon 2008 brauchen europäische Großbanken dringend Hilfe. Jede in unterschiedlichem Maße. Aber für alle gilt: Neue Kapitalpolster dringend benötigt!

 

Fitch Ratings hat einen Rundumschlag gemacht und droht vielen Großbanken mit einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit. Nämlich allen, deren Geschäftsmodell die Ratingagentur für zu sensibel hält, um den wachsenden Herausforderungen an den Finanzmärkten standzuhalten. Fitch betont, die Wertung müsse der tatsächlichen Stabilität der Banken gerecht werden. Für die US-Kreditinstitute Bank of America, Morgan Stanley und Goldman Sachs stehen die Vorzeichen auf “Negativ”. Nur Citigroup und JPMorgan sind bis jetzt verschont geblieben. Und hierzulande haben die Bonitätswächter den Branchenführer ins Visier genommen: die Deutsche Bank. Noch ist sie mit AA- bewertet. Für “Sichere Anlage”. Das könnte sich bald ändern. A+ steht nur noch für “Prinzipiell sichere Anlage”. (Die Noten der verschiedenen Ratingagenturen gibt’s hier im Überblick.)

 

In Europa werden Barclays Bank, BNP Paribas, Credit Suisse und Societe Generale auf ihre langfristige Tragfähigkeit und Rentabilität hin überprüft. Die Schweizerische UBS hat es bereits getroffen: Nur noch A statt A+. Und auch die Landesbank Berlin hat im Fitch Ranking einen Punkt verloren. Und wie steht es generell um die Banken und die Staatshaushalte in den geschwächten europäischen Ländern? // Diesen Beitrag weiterlesen

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Tausende gegen einen Bullen

In Manhattan steht ein großer, starker Bulle. Der will sagen: Die Börse ist noch viel größer und stärker als ich und die Börse ist gut. Diesen Optimismus teilen zurzeit die wenigstens. Die Wall Street ist gefüllt von Menschen, die nicht gut auf das amerikanische Finanzsystem zu sprechen sind.

 

Sie beklagen hohe Schulden und teure Kredite, Arbeitslosigkeit oder zu viel Arbeit für zu wenig Geld, fehlende oder unzureichende Sozialleistungen, Krankenversicherungen, die sich aus der Verantwortung stehlen und vieles mehr. Die Mittelschicht ist sauer. Sie beklagt öffentlich ihr Leid. Und vor allem ist sie groß, macht 99 Prozent der Bevölkerung aus. Das betont jedenfalls der Webblog “We are the 99 Percent”, der die Börsen- und Bankengegner mobilisiert und auf die Straße schickt. Hunderte Fotos zeigen Menschen, die sich unfair behandelt und verlassen fühlen. Sie schildern ihre Geschichte und ihre familiären Sorgen und wollen deutlich machen, dass ihr Schicksal kein einzelnes ist, sondern dass es Tausenden US-Bürgern ähnlich geht.

 

Die Blogger verlangen, dass Banken und reiche Bürger mehr in die Pflicht genommen werden. Dass die Finanzindustrie ihre Strukturen grundlegend überdenkt. Wieder einmal ist es beeindruckend, wie das Internet zur Meinungsbildung und zur Gründung von Interessengemeinschaften genutzt wird. Das Internet ist der Inbegriff der Demokratie. Jeder hat die Möglichkeit, seine Meinung zu sagen, sich mit anderen zusammenzuschließen, um etwas zu bewirken. Ob und was das Ganze bringt, ist eine andere Frage. Am liebsten würden die Wall-Street-Besetzer den selbstgefällig schauenden Bullen wohl umschmeißen. Aber dazu sind sie selbst als Menge wohl einfach zu schwach…

 

Mehr dazu hier auf Spiegel online.

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Kann man ein Monopol auf eine Farbe haben?

Dem einen gehört Blau, dem anderen Gelb und ein Dritter besitzt Rot. Geht das? Na klar, würden die Sparkassen sagen. Denn die beharren auf ihrem Recht, als einziges Geldinstitut in Deutschland die Farbe Rot nutzen zu dürfen. Darum ist ihnen eine andere Bank ein Dorn im Auge: unser Kunde Santander.

 

Die größte spanische Bank verwendet seit Mitte der 80er Jahre die Farbe Rot. Und das auf der ganzen Welt. Auch in Deutschland. Nun wird die Santander Consumer Bank bundesweit aber immer „roter“. Durch die Übernahme der SEB Anfang des Jahres hat sie 173 Filialen hinzugewonnen, die nun alle von Grün in leuchtendes Rot getaucht wurden und zum Blickfang in den Innenstädten geworden sind. Das geht zu weit, finden die Sparkassen und haben einen Rechtsstreit angezettelt.

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Rettet den Euro! Aber wie viel Nachbarschaftshilfe ist eigentlich gesund?

Beim Geld hört die Freundschaft auf. Eigentlich. Nicht so unter den EU-Ländern. Wenn’s da ums Geld geht, beziehungsweise um Schulden – dann wird die Freundschaft zu den Nachbarn erst richtig wertvoll. Soll die Schuldenlast der geschwächten Staaten gemeinschaftlich getragen werden? Müssen die gut gestellten Wirtschaftsländer für die angeschlagenen in die Bresche springen? Einander helfen – okay. Aber dabei möglicherweise das eigene Wirtschaftswachstum gefährden? Bei der Diskussion um Euro-Bonds scheiden sich die Geister. Es geht um eine Grundsatzfrage, der jeder sowohl im privaten als auch beruflichen Alltag schon begegnet sein dürfte: Wieviel Egoismus darf sein und wie viel Aufopferung ist angemessen? Die Antwort darauf ist schwierig. Und in diesem Fall ist die Suche nach ihr eine Geduldsprobe – für alle Staaten, ihre Parlamente, Regierungen und Parteien. Und letztlich für die Bürger.

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Akutes “Goldfever” – die Preise galoppieren davon

Alle wollen Gold!

Alle wollen Gold! (© MZ)

“Diamonds are a Girl’s Best Friend” sang Marilyn Monroe in den 50ern. Und nun sollten Damen nicht nur ihre Diamanten hüten, falls vorhanden. Sie müssen ganz besonders ihren Goldschmuck zu schätzen wissen. Denn der ist zurzeit so viel wert wie nie zuvor und wird immer kostbarer. Waren Sie kürzlich mal bei einem Juwelier und haben sich dort die Preise goldener Schmuckstücke angesehen? Dann waren Sie womöglich überrascht, wenn nicht geschockt. Ein noch so schmaler, schlichter Ring kostet ein kleines Vermögen. Kein Wunder. Der Goldpreis bricht momentan alle Rekorde. Wer Goldzähne im Mund hat, kann stolz sein und strahlen. // Diesen Beitrag weiterlesen

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